Künstlerinnen

Musik, Tanz, Theater und Literatur: Das Programm der Ausgabe 2027.

Evelinn Trouble, Porträt

Konzert

Freitag

4. Juni 2027

19:00 Uhr

ZeughausKultur, Brig-Glis

Evelinn Trouble

Evelinn Trouble (Linnéa Racine, 1989 in Zürich geboren) schreibt seit ihrer Jugend eigene Songs und nahm mit siebzehn ihr erstes Album im Alleingang auf. Ihre Musik verbindet Indie-Rock, Pop, Elektro und experimentelle Klänge, zwischen leiser Melancholie und eruptiver Energie. Sie hat sechs Alben veröffentlicht, wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Schweizer Musikpreis, und komponiert für Film, Serien und Theater. Auch gesellschaftlich bezieht sie mit ihrer Stimme Position. Eigenständig, unangepasst und vielseitig: Sie passt hervorragend zu Frauenstimmen.

Dance Company ONE, Szene aus «Les Femmes Fatales»

Tanztheater

Freitag

4. Juni 2027

20:30 Uhr

ZeughausKultur, Brig-Glis

Dance Company ONE

«Les Femmes Fatales»

Anna Göldi, Marie Heim-Vögtlin, Meret Oppenheim und Iris von Roten: vier Frauen, vier Lebensgeschichten, vier Kämpfe um Selbstbestimmung, Sichtbarkeit und Teilhabe. Die Winterthurer Dance Company ONE mit den Tänzerinnen Milena Büchi, Corinne Kälin, Yvonne Sieber und Vanessa Morandell holt sie gemeinsam mit der Schauspielerin Dominique Devenport in die Gegenwart, mit zeitgenössischem Tanz, Musik und gesprochenem Wort. Es geht nicht ums Nacherzählen, sondern um Fragen, die bis heute nachwirken: Wer wird gesehen und gehört? Welche Rollen werden Frauen zugeschrieben? Ein Tanztheater über Ausgrenzung und Widerstand, Selbstbehauptung und feministische Präsenz.

Frau Lehmann, Band im Scheinwerferlicht

Open-Air-Konzert

Samstag

5. Juni 2027

18:30 Uhr

Stadtplatz, Brig-Glis

Frau Lehmann

Die Leipziger Band um Sängerin, Gitarristin und Texterin Fiona Lehmann erzählt mit genauem Blick und trockenem Humor von den kleinen und grossen Zumutungen des Lebens: von Beziehungen und Einsamkeit, von gesellschaftlichen Erwartungen und vom Frausein. Mal klingt es nach Indie-Pop, Chanson oder Folk, mal schiebt sich eine Portion Punk dazwischen. Anfang 2026 erschien das erste Album «Trost & Trotz» mit zwölf Songs, von deutschen Medien vielfach positiv besprochen. Eine Stimme, die nicht laut werden muss, um widerständig zu sein.

Steff la Cheffe, Porträt

Open-Air-Konzert · Hauptact

Samstag

5. Juni 2027

20:30 Uhr

Stadtplatz, Brig-Glis

Steff la Cheffe

Steff la Cheffe braucht in der Schweizer Musikszene kaum noch eine Vorstellung. Seit ihrem Debüt «Bittersüessi Pille» (2010) bewegt sich die Berner Musikerin zwischen Rap, Pop, Gesang und Beatboxing, mit direkten, persönlichen Mundarttexten. Zwei ihrer Alben standen an der Spitze der Schweizer Charts, dazu kommen zwei Swiss Music Awards und der Berner Musikpreis. Nach einer längeren Pause ist sie mit neuer Musik («Stoff») zurück und 2027 wieder live unterwegs. Als Hauptact übernimmt sie am Samstagabend den Stadtplatz: eine Künstlerin, die ihren eigenen Weg geht, Raum einnimmt und ihre Stimme hörbar macht.

«Vor aller Augen», Schauspielerin in einem Kostüm nach einem Gemälde

Theaterausstellung

Sonntag

6. Juni 2027

10:30 Uhr

World Nature Forum, Naters

«Vor aller Augen»

Begehbare Theaterausstellung

Ihre Gesichter kennen wir, ihre Geschichten kaum: In «Vor aller Augen» erhalten sieben Frauen aus weltberühmten Gemälden eine eigene Stimme. Grundlage ist die gleichnamige Erzählsammlung von Martina Clavadetscher. Friederike Becht verkörpert die Frauen in einem rund 80-minütigen Theatersolo mit Musik, mal schonungslos, mal humorvoll und leise. Das Stück ist Theater und Ausstellung zugleich, wurde im Kunstbunker Bochum uraufgeführt und seither mehr als dreissig Mal gezeigt, darunter am Theater Winkelwiese in Zürich. Vom betrachteten Objekt zur erzählenden Figur, vom Bild zur Stimme.

Martina Clavadetscher, Autorin

Lesung und Gespräch

Sonntag

6. Juni 2027

12:30 Uhr

World Nature Forum, Naters

Martina Clavadetscher

Lesung und Gespräch zu «Vor aller Augen»

Die Schriftstellerin und Dramatikerin (1979 in Zug geboren, lebt in Brunnen) schreibt seit 2009 für Literatur, Theater und Radio. Für ihren Roman «Die Erfindung des Ungehorsams» erhielt sie 2021 den Schweizer Buchpreis, 2026 wurde «Die Schrecken der anderen» mit einem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet. In «Vor aller Augen» gibt sie Frauen aus weltberühmten Gemälden Sprache, Persönlichkeit und Widerspruch zurück. Nach der Theaterausstellung folgt eine Lesung mit Gespräch: von den Stimmen auf der Bühne zurück zur Autorin.